Eine Hausmeister-Ära geht zu Ende - Bruno geht in den Ruhestand
Mit ihm geht ein ganz großes Stück Herz, ein ganz großes Stück Seele „seiner“ Schule. Er war viel mehr als „nur“ Hausmeister der Markgrafenschule - der Mann, der dafür sorgte, dass im Schulgebäude, der Sport- und der Schwimmhalle alles funktionierte. Diese Basics als Gebäude-Manager hatte er drauf und in dieser Hinsicht konnte man sich über all die Jahre auf ihn selbstverständlich verlassen.
Bruno Herrhofer, der Mann, der am 1. Juni 1999 als Hausmeister für die Markgrafenschule, damals noch Grund- und Werkrealschule, und die benachbarte Mönchswegschule eingestellt wurde, verabschiedete sich nun mit einer Feier, zu der er alle aktiven und viele ehemalige Weggefährten eingeladen hatte. Schon seit Wochen war sein Abschied Thema bei Schülerinnen und Schülern, aber auch bei Lehrkräften und in der Elternschaft. Immer klang Wehmut mit, teilweise Traurigkeit, in jedem Fall aber große Dankbarkeit. Dass ihn alle nur ungern gehen lassen, hat er sich selbst einbrockt, so Schulleiter Matthias Fuchs bei der Verabschiedungsfeier. „Bruno“, wie er von allen einfach nur genannt wird, interpretierte die Hausmeistertätigkeit, die ihm aufgetragen war, auf seine ganz eigene Weise. Ob als reitender Bote mit Mercedes, als Nachtwächter in Teilzeit, als Verteiler von Süßigkeiten, Ungezieferjäger mit tierpsychologischer Kompetenz oder Konstrukteur und Testpilot der Wasserrutsche, die er jeden Sommer für die Grundschüler installierte - das, was er tat, tat er mit Herz für seine Schule und für die jungen und zum Teil in die Jahre gekommenen Menschen darin. Und sie alle spürten und schätzten die Warmherzigkeit, mit der er für sie sorgte.
Auch im Rathaus sei diese ganz besondere Art von Bruno Herrhofer angekommen, so Bürgermeister Tobias Borho in seiner Ansprache und dankte dem scheidenden Hausmeister für seine über 26 Jahre geleisteten Dienste. Unterstrichen wurde diese Würdigung durch Tamara Schmid und Janina Heuschmidt, die sich in einer kurzen Spielszene als Mitarbeiterinnen im Rathaus Gedanken darüber machten, wie denn die Stellenanzeige aussehen müsse, um genau so einen wieder zu bekommen wie Bruno – „Nicht realisierbar!“, so das Resultat der Überlegungen.
Sabine Köhler, langjährige Elternbeiratsvorsitzende bedankte sich im Namen der Elternschaft für das, was Bruno für die Kinder und Jugendlichen geleistet hat und v.a. gewesen ist.
Mit einem Poetry Slam verabschiedete die Schülerin Marie Freytag den scheidenden Hausmeister im Namen der Schülerschaft der Sekundarstufe.
Musikalisch gewürdigt wurde der Hausmeister der Herzen im Verlauf seiner Verabschiedungsfeier durch ein Lied aller Grundschüler und abschließend durch den Chor aller Lehrkräfte: „Es gibt kein Wort, das sagen kann, was ich fühl, wenn ich an Bruno denk………“
Dem ist nichts hinzuzufügen.










